Vergissmeinnicht

Kaum eine Blume trägt ihre symbolische Bedeutung schon in ihrem Namen so offensichtlich mit sich, wie das Vergissmeinnicht.

Die zarte Pflanze mit den himmelblauen, zierlichen Blüten ist bereits seit der Antike bekannt, damals jedoch noch unter dem Namen Mäuseohr, was ihrer auffälligen Blattform zu verdanken ist. Der Name Vergissmeinnicht tritt im deutschsprachigen Raum erstmals im 15. Jahrhundert auf. Zurück geht er der Legende nach auf die Vergesslichkeit der Pflanze, die sich nach der Erschaffung der Welt ihren Namen partout nicht merken konnte. Kurzerhand stattete der Schöpfer sie mit einem neuen Namen aus: Vergissmeinnicht. So – oder so ähnlich – wird die Legende weltweit bis heute erzählt. Auch der Name der Pflanze lautet in vielen Sprachen gleich: forget-me-not in England, m’oubliez pas in Frankreich, Nomeolvides in Spanien, Förgätmigej in Schweden oder wu wang cao (Nicht-Vergessen-Kraut) in China.

Zum Symbol der Liebenden wurde die hübsche Pflanze allerdings erst im 19. Jahrhundert, als die Romantiker seine bezaubernde Wirkung für sich entdeckten. Für den Schriftsteller Novalis wird „die Blaue Blume“, die er in seinem Roman "Heinrich von Ofterdingen" beschreibt, zum Sehnsuchtssymbol schlechthin. Noch in der heutigen Zeit schenken sich Verliebte das hübsche Pflänzchen, um sich gegenseitig ihre Liebe und Treue zu versichern. Wie der Name der Blume bereits verrät, kann das Vergissmeinnicht auch immer für einen Abschied stehen. Innerhalb der Familie verschenkt steht vor allem die Bedeutung der Zusammengehörigkeit im Vordergrund.

Als Geschenk ist das Vergissmeinnicht immer dann die richtige Wahl, wenn der Schenkende auf herzliche und liebevolle Weise sagen möchte: Vergiss mich nicht!

Blumengrüße

Verschiedene Blumen

Blumen nach Personengruppen